Notizen aus Zeiden 2009

Asphaltbelag muss wieder hergestellt werden

Der Zeidner Stadtrat hat beschlossen, dass der Asphaltbelag auf den Gehwegen nach Erdarbeiten wieder so hergestellt werden muss, dass keine Unebenheiten und Gefahren für Fußgänger und Straßenverkehr zurück bleiben. Betroffen sind hierbei Arbeiten an den Leitungen für Telefon, Internet, Gas, Wasser und Kanalisation. Die ausführenden Firmen sind dann auch zuständig für die ordnungsgemäße Übergabe der Asphaltbeläge.

Weihnachten im Gefängnis

Vor Weihnachten organisierte die Zeidner Haftanstalt erneut eine Verkaufsausstellung mit künstlerischen Werken von Gefängnisinsassen. Angeboten wurden unter anderem Graphiken, Malereien, Skulpturen und Weihnachtsartikel. Die Ausstellung fand zuerst auf dem Marktplatz in Kronstadt statt, und am nächsten Tag auf der Zeidner Promenade.

Vor dem Weihnachtsfest boten Schüler des Technischen Kollegs „Simion Mehedinţi“ und Jugendliche von verschiedenen NGOs Weihnachtslieder im Gefängnis dar. Am Zweiten Weihnachtstag fand ein Hip-Hop-Konzert in demselben statt. Der zuständige Gefängnispfarrer hielt in der Kapelle der Anstalt orthodoxe Weihnachtsgottesdienste für die Insassen. Wegen guter Führung erhielten 52 Gefangene über Weihnachten und Silvester die Möglichkeit einige Tage bei ihren Familien außerhalb der Anstalt zu verbringen.

3500 Personen mussten ins Krankenhaus

Rund 3500 Personen wurden im vergangenen Jahr im Zeidner Krankenhaus stationär behandelt. Die Patienten wurden in den 90 Betten untergebracht, die vom rumänischen Gesundheitsministerium für das Krankenhaus in Zeiden bewilligt wurden. Jedes Bett war durchschnittlich an 292 Tagen belegt. Für Verpflegung und Behandlung der Patienten wurden täglich rund 146 Lei (41 Euro) ausgegeben.

Kein Geld für viele Sozialhilfeempfänger

Über 500 Zeidner Sozialhilfeempfänger blieben vor Weihnachten ohne die vom Rathaus bisher ausbezahlte Unterstützung. Die für November 2008 zu zahlende Sozialhilfe, hätte Anfang Dezember ausbezahlt werde sollen. Wegen unvollständiger Unterlagen wurden die Auszahlungen an die Betroffenen, die mehrheitlich der Roma-Minderheit aus dem Mǎlin-Viertel angehören, eingestellt. Viele Sozialhilfeempfänger konnte bisher bei manchen Händlern Lebensmittel auf Pump kaufen und zahlten dann nach Erhalt der Sozialhilfe. In Windeseile hatte sich jedoch die neue Lage in der Stadt herumgesprochen, so dass Käufe auf Pump von den Händlern nicht mehr gewährt wurden. Am 22. Dezember protestierte ein 58jähriger tuberkulosekranker Mann nackt und mit einem Protestplakat beklebt vor dem Zeidner Rathaus, weil er seit einigen Monaten keine Sozialhilfe mehr erhalten hatte.

Im Dezember 2008 erhielten lediglich noch rund 100 Zeidner Einwohner Unterstützung in Form von Sozialhilfe.

Quelle: Transilvania Expres Kronstadt, Lokalausgabe Zeiden
Zusammengestellt von Rainer Lehni

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