Notizen aus Zeiden 2008
Brand in ehemaligem Colorom-Werk
Ein Brand im ehemaligen Colorom-Werk am 27. März 2008 verursachte dichten Rauch über dem Colorom-Viertel und Teilen des Zeidner Stadtzentrums. Beim Auseinanderschneiden einer leeren Zisterne mit Schweißgeräten war es durch eine chemische Reaktion zum Feuer gekommen, die beteiligten Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte ein Ausbreiten des Brandes. Die starke Rauchentwicklung erinnerte manch Zeidner Bürger an die Schadstoffe, die früher aus dem Werk in die Luft geblasen wurden. Der starke Wind, der an dem Tag herrschte, verteilte den Rauch recht schnell in der Atmosphäre. Die Bewohner seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, hieß es.
Frühjahrsasphaltierungen haben begonnen
Wie nach jedem Winter muss die Stadtverwaltung in Zeiden auch in diesem Frühjahr einige Straßenbeläge ausbessern. Im Colorom-Viertel sind es die kostenpflichtigen Parkplätze der Anwohner, da sich hier immer Regenwasser ansammelt. Weitere Asphaltarbeiten sind in der Neugasse notwendig, weil die Strasse durch den Schwerlastverkehr beschädigt wird, ebenso die Chrysanthemengasse und die Wolkendorfer Straße. Nach diesen Arbeiten erfolgen Asphaltarbeiten auf dem Weißland, wo letztes Jahr Wasser- und Kanalisationsarbeiten stattfanden. Es folgen ab April Straßenarbeiten in den Vierteln 9.Mai, Colorom und Mãgura.
Werbung nur an bestimmten Orten erlaubt
Die Zeidner Stadtverwaltung hat beschlossen, dass Werbeplakate oder -banner nur noch an bestimmten Orten erlaubt werden. Nicht erlaubt ist Werbung entlang der Durchgangsstraße DN1, im historischen Stadtzentrum und an denkmalgeschützten Gebäuden wie der Kirchenburg sowie in Grünanlagen und Parks. Erlaubt sind hier nur noch Werbeanzeigen für kulturelle Veranstaltungen und Wahlwerbung, jedoch nur für höchstens 30 Tage. Die Gebühren für den Aushang von Werbung werden vom Stadtrat jährlich festgelegt, im Einklang mit den geltenden Gesetzen. Zuwiderhandlungen durch natürliche und juristische Personen werden mit Strafgeldern zwischen 300 und 2.500 Lei (ca. 82 bis 685 Euro) geahndet.
Zeidner Bürger müssen für Sauberkeit sorgen
Früher war es üblich, dass man Samstagabend oder Sonntagmorgen den Gehsteig, aber auch den Graben oder die Straße, vor seinem Haus fegte. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, im Gegenteil, die Einwohner dies als Dienstleistung von den Behörden. Nichtsdestotrotz sind die Bürger angehalten vor ihren Häusern und Wohnblocks für Sauberkeit zu sorgen. Wegen fehlender Sauberkeit hat die Stadtverwaltung bisher über 400 Verwarnungen an Zeidner Bürger ausgesprochen. Künftig will die Stadt bei Nichteinhaltung der Sauberkeit auch Strafen in Höhe von 500 Lei (ca. 136 Euro) verhängen.
Neuer Geländewagen für das Rathaus
Einen neuen Geländewagen der Marke „Kia Sportage“ hat das Zeidner Rathaus für 80.000 Lei (rund 22.000 Euro) gekauft. Über die Notwendigkeit gab Vizebürgermeister Cãlin Ivan Auskunft. 2004 hatten Bürgermeister und Vizebürgermeister beschlossen, für Dienstfahrten und Spritkosten ihre privaten Autos einzusetzen. Da aber der PKW des Vizebürgermeisters seinen Geist aufgegeben hat, wurde dringend ein neues Fahrzeug für die Stadtverwaltung gebraucht. Das neue Dienstfahrzeug wird nun bei Fahrten des Vizebürgermeisters und weiterer Rathausangestellten eingesetzt.
Sportsaal eingeweiht
Am Zeidner technischen Kolleg „Simion Mehedinþi“ wurde am 28. März ein neuer Sportsaal eingeweiht. Der mit 600.000 Lei (ca. 163.000 Euro) erbaute Sportsaal ist der modernste im gesamten Kreis Kronstadt und wird von den Schülern des Kollegs genutzt. 400.000 Lei wurden vom Unterrichtsministerium zur Verfügung gestellt, der Rest kam aus dem städtischen Haushalt.
Quelle: Transilvania Expres Kronstadt, Lokalausgabe Zeiden
Zusammengestellt von Rainer Lehni