Notizen aus Zeiden 2008
Elektronische Informationstafel geplant
Nach dem Willen des Stadtrates soll vor dem Rathausgebäude eine elektronische Tafel aufgestellt werden, die Zeidens Bürger mit den neuesten Informationen aus dem Rathaus versorgen soll. Das Ganze will sich die Stadt 21.000 Lei (5.750 Euro) kosten lassen, obwohl der städtische Haushalt 2008 geringer ausfällt gegenüber dem des Vorjahres. Im Kreis Kronstadt gibt es in Predeal bereits eine solche Infotafel, die hier jedoch touristischen Zwecken dient.
Neue Anlage der Tiermehlfabrik in Testphase
Die neue Anlage zur Entsorgung von tierischen Überresten in der Zeidner Tiermehlfabrik „Protan“ befindet sich nach Angaben der Betriebsdirektorin in der Testphase. Diese wurde vor Kurzem eingebaut und entspricht EU-Normen. Somit haben Zeidens Bürger die Chance, dass der oftmals in der Stadt spürbare Geruch aus der Fabrik bald der Vergangenheit angehört. Der an der Heldsdörfer Straße gelegene Betrieb wurde 2002 privatisiert und entsorgt zurzeit tierische Überreste für 1.500 Firmen sowie über 1.200 Städte und Gemeinden.
Zusätzliche Einnahmequelle für das Krankenhaus
Eine sichere Einnahmequelle für Zeidens Krankenhaus bildet der kürzlich unterzeichnete Vertrag mit dem Automobilzulieferer „Rolem“. Demzufolge wird das Krankenhaus bei den über 3.000 Angestellten die medizinischen Untersuchungen vor Einstellungen sowie die regelmäßig vorgeschriebenen medizinischen Routineuntersuchungen abhalten. Die gleichen Leistungen erhalten auch die städtischen Angestellten sowie die Angestellten der Firmen „Protan“ und „Popasul Cãprioarei“. Damit hat das Zeidner Krankenhaus eine zusätzliche Einnahmequelle, die unabhängig ist von den Finanzmitteln der Krankenkassen.
Probleme in der Landwirtschaft
Dass die Arbeitsweise in der rumänischen Landwirtschaft völlig veraltet ist, ist bekannt. Dieses kann auch in Zeiden festgestellt werden. Die aus Geldmangel nicht vorgenommenen Investitionen in moderne Landwirtschaftsmaschinen sind nur ein Teil dieser Probleme. Hinzu kommt, dass der Staat die Auszahlungen von Subventionen seit geraumer Zeit ausgesetzt hat. Gegen den Rat der Agronomen verwenden die Landwirte häufig Saatgut aus eigener Produktion statt zertifiziertes Saatgut, das in der Regel vier Jahre lang eingesetzt werden kann. Beim Kartoffelanbau kann man mit 3000 kg geprüftem Saatgut in den ersten vier Jahren bis zu 27.000 kg Kartoffeln pro Hektar ernten, danach sinkt die Ernte beträchtlich.
Quelle: Transilvania Expres Kronstadt, Lokalausgabe Zeiden
Zusammengestellt von Rainer Lehni