Notizen aus Zeiden 2008

Colorom verschwindet
Der einst größte Zeidner Betrieb, die „Colorom“, ist bereits eine Weile geschlossen. Vor kurzem begannen vom neuen Besitzer beauftragte Arbeiter mit der Abtragung der leerstehenden Hallen, die als Ruinen vor sich hin siechten. Man munkelt, dass auf dem Gelände eventuell ein neues Wohnviertel entstehen könnte.

Neue Verkehrszeichen für Seitenstraßen
Die Stadt Zeiden hat nach Angaben der Stadtverwaltung nicht weniger als 56 Kilometer Straßen. Auf Seitenstraßen die noch asphaltiert werden müssen, sollen rund 80 Verkehrszeichen angebracht werden.

Freier Zugang zum Zeidner Wald
Für viele Zeidner war und ist ein Ausflug oder ein Spaziergang in den nahen Wald eine Selbstverständlichkeit. Dass der freie Zugang in die stadteigenen Wälder offiziell bisher nicht erlaubt war, ist kaum einem bekannt. Auch Strafen hierfür wurden nie auferlegt. Nun hat die Stadtverwaltung den freien Zugang für jedermann offiziell erlaubt. Gesperrt bleiben die Wälder für PkWs und Motorräder, bei Zuwiderhandlungen drohen Strafen zwischen 500 und 1000 Lei (139 bis 278 Euro).

Einkauf für eine Suppe
Eine Möhre, zwei Kartoffeln, eine Zwiebel und eine Tomate - alles für eine Suppe, sind nach Angaben der Markthändler mittlerweile die Einkäufe vieler Zeidner Bürger. Trotz der saisonbedingt niedrigeren Preise ist das Kaufverhalten in Zeiden sehr zurückhaltend. Bei einem Durchschnittseinkommen eines Zeidner Erwerbstätigen von 600 Lei (165 Euro) lassen sich kaum große Sprünge machen, die Renter haben ein noch geringeres Einkommen. Gemüse wird zwar noch gekauft, bei Obst sieht es aber anders aus. Lediglich Bananen sind noch einigermaßen gefragt. Kirschen oder Erdbeeren sind mit 7 Lei (1,92 Euro) je Kilogramm für den Normalbürger sehr teuer.

Quelle: Transilvania Expres Kronstadt, Lokalausgabe Zeiden
Zusammengestellt von Rainer Lehni

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