Notizen aus Zeiden 2008
Ab 2010 per Flugzeug nach Zeiden
Der internationale Flughafen Kronstadt, in der unmittelbaren Nähe der Weidenbacher Flugzeugfabrik gelegen, ist schon seit einigen Jahren geplant. Am 15. April 2008 wurde nun der Grundstein für den neuen Flughafen gelegt. Die Dauer der Bauarbeiten wurde auf 18 Monate festgelegt, der Gesamtwert der Investition beträgt 120 Millionen Euro. Mehrere Fluglinien, darunter auch Billigfluglinien, haben bereits Interesse an dem neuen Flugziel bekundet. Wenn alles gut geht, kam man also ab 2010 Zeiden auch per Flugzeug erreichen.
Zeidner Bürger zahlen fleißig Steuern
In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben viele Zeidner Steuerpflichtigen bereits ihre lokalen Steuern für 2008 bezahlt. Diejenigen, die bis 31. März 2008 ihre komplette Jahressteuern beglichen haben, erhielten dabei einen Rabatt von zehn Prozent. Bei den juristischen Personen wurden mit 1,7 Millionen Lei (rund 478.000 Euro) etwa 40 Prozent der geschätzten Steuereinnahmen beglichen, bei den Privatpersonen war dies eine Million Lei, was etwa 35 Prozent der Gesamtzahlungen beträgt. Anfang April haben rund 1500 Privatpersonen und 350 juristische Personen Zahlungserinnerungen erhalten. Diejenigen, die ihre Abgaben nicht pünktlich zahlen, werden mit einem Zuschlag von 0,1 Prozent je verspätetem Tag bestraft.
Gute Zahlungsmoral auch beim Finanzamt
Im ersten Trimester 2008 hat das Amt für öffentliche Finanzen Zeiden rund 21 Millionen Lei (5,9 Millionen Euro) an Abgaben seitens der Firmen erhalten. Dies entspricht 100 Prozent der veranschlagten Einnahmen. Die Einnahmen stammen von rund 1200 abgabepflichtigen kleineren Unternehmen aus Zeiden, Weidenbach, Schnakendorf, Holbach und Wolkendorf. Das Finanzamt Kronstadt hat ab diesem Jahr 13 größere Firmen aus diesem Bereich übernommen. Insgesamt hat das Zeidner Finanzamt 6888 Zahlungserinnerungen verschickt, 267 offene Zahlungen wurden letztendlich durch Zwangsvollstreckung eingetrieben.
Poliklinik bleibt weiterhin im Alten Rathaus
Der jahrelange Streit zwischen der Zeidner Stadtverwaltung und den in der Poliklinik ansässigen 13 Haus- und Fachärzten geht weiter. Die Stadtverwaltung möchte das Gebäude des alten Zeidner Rathauses über dem Eingang zur Kirchenburg gerne in ein repräsentatives Gebäude umwandeln und die hier seit Jahrzehnten ansässigen Ärzte ins Städtische Krankenhaus verlagern. Diese wiederum weigern sich ins Krankenhaus umzuziehen, da dieses keine geeigneteren Räumlichkeiten als in der jetzigen Poliklinik bietet. Auch die Leitung des Krankenhauses sowie die Justiz haben eine Verlagerung der Praxen bisher abgelehnt. Für die hier ansässigen Ärzte ist die Lage auch deswegen unbefriedigend, weil sie durch die unsicheren Verhältnisse bisher keine Investitionen in ihre Praxen machen konnten.
Quelle: Transilvania Expres Kronstadt, Lokalausgabe Zeiden
Zusammengestellt von Rainer Lehni