Notizen aus Zeiden 2007 - Teil XI.
Umgestaltung des Stadtzentrums in der Endphase
Ursprünglich sollte die neugestaltete Promenade im Zentrum im September fertig werden. Die Stadtverwaltung teilte mit, die Arbeiten befänden sich in der Endphase. Die Anwohner im Stadtzentrum wurden von der Stadt aufgefordert, ihre Häuserfassaden zu renovieren, um damit auch zur Verschönerung des historischen Stadtkerns beizutragen. Anfragen bei der Evangelischen Kirchengemeinde zwecks Renovierung der Außenseite der Ringmauern an der Kirchenburg ergaben, dass diese wegen fehlender Mittel in nächster Zeit nicht realisierbar seien. Auch die im Alten Rathaus, der heutigen Poliklinik, eingemieteten Hausärzte wurden aufgefordert sich finanziell an der Renovierung der Fassade dieses Gebäudes zu beteiligen. Einige Ärzte haben - trotz Denkmalschutzes - hier einige Thermopanfenster eingebaut. Die Ärzte allerdings verweisen darauf, dass das Gebäude der Stadt gehört und diese auch für Renovierungsarbeiten zuständig wäre.
Subventionen für Zuckerrübenanbau
Rund 25 Landwirte und juristische Personen die auf Zeidner Hattert Zuckerrüben anbauen, wurden kürzlich vom Landwirtschaftsbüro der Stadtverwaltung informiert, dass sie bis zum 1. Dezember 2007 Anträge für Subventionen für den Zuckerrübenanbau stellen können. Die Subventionen kommen vom rumänischen Landwirtschaftsministerium, werden aber nur an Personen oder Firmen gewährt, die Lieferverträge mit rumänischen Zuckerfabriken haben. Zudem ist aber auch die Höhe der Subventionen nicht bekannt und geht aus den Anträgen nicht hervor.
Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden heuer 137 Hektar mit Zuckerrüben bepflanzt, die zu erwartende Ernte wurde auf rund 2.900 Tonnen geschätzt. Die Zeidner Zuckerrüben werden an die Zuckerfabrik Brenndorf geliefert. Für jede abgegebene Tonne erhalten die Landwirte im Gegenzug von der Zuckerfabrik jeweils 55 Kilogramm Zucker und 250 Kilogramm Rübenschnitzel.
Halloween in Zeiden
Der amerikanische Feiertag Halloween am 31. Oktober hat mittlerweile auch in Zeiden Einzug gehalten. Wie auch in Deutschland ist die Spuk- und Geisternacht vor allem bei jungen Leuten beliebt, so dass in einer der Kneipen an der Ringmauer der Kirchenburg eine Halloween-Fete mit verkleideten Gestalten im amerikanischen Stil stattfand.
Neue Warmwasseranlage im Krankenhaus fällig
Vor rund zwei Monaten gab die Warmwasseranlage des Zeidner Krankenhauses ihren Geist auf und kann täglich nur noch bis zu zwei Stunden warmes Wasser liefern. Bei der Stadtverwaltung wurden daraufhin rund 100.000 Lei (ca. 30.000 Euro) für eine Neuanschaffung beantragt. Bewilligt hat die Stadt allerdings nur 50.000 Lei (ca. 15.000 Euro). Nach Angaben des Geschäftsführers des Krankenhauses reicht dieses Geld lediglich für die Neuanschaffung der Anlage, nicht aber auch für deren Installation. Im Laufe des Oktober wurden rund 350 Patienten ins Zeidner Krankenhaus eingeliefert.
Quelle: Transilvania Expres Kronstadt, Lokalausgabe Zeiden
Zusammengestellt von Rainer Lehni