Ansporn keinesfalls nachzulassen
Zeidner Kirchenkurator Arnold Aescht für sein Ehrenamt ausgezeichnet
Eine nicht alltägliche Ehrung erfuhr kürzlich der Kurator der Evangelischen Kirchengemeinde Zeiden, Arnold Aescht, der für seine ehrenamtliche Tätigkeit vom Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, ausgezeichnet wurde. Die Ehrung fand am 16. Dezember 2006 in Potsdam statt, bei der rund 100 Ehrenamtler des Jahres gewürdigt wurden.
Wie der Zeidner Kurator zu
dieser Ehre kam, zusammen mit Brandenburger ehrenamtlich Tätigen ausgezeichnet zu werden?
Seit Beginn der neunziger Jahre bereits bestehen enge Kontakte zwischen der
Kirchengemeinde Zeiden und dem evangelischen Kirchenkreis Templin-Gransee in Brandenburg.
In diesem Kirchenkreis ist übrigens auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel
aufgewachsen. Der dortige Ausschuss für die Rumänienhilfe unterstützt die Zeidner
Kirchengemeinde regelmäßig mit dort dringend benötigten Hilfsgütern. Aus dieser
Beziehung ist mittlerweile eine freundschaftliche Partnerschaft geworden, die sich auch in
gegenseitigen Besuchen widerspiegelt. Die Jugendgruppe der Zeidner Kirchengemeinde war
bspw. im Sommer 2005 zu Gast im Kirchenkreis Templin-Gransee.
Treibende Kraft von Zeidner Seite ist der 68jährige Kirchenkurator Arnold Aescht, seit 1990 sozusagen Mädchen für alles in Zeiden. Eines seiner Hauptprojekte Essen auf Rädern, bei dem alte Bedürftige in Zeiden und Heldsdorf mit warmen Mahlzeiten versorgt werden, wird vom Kirchenkreis Templin-Gransee zu einem Drittel finanziert. Genauso wie Arnold Aescht in Zeiden engagieren sich seither auch mehrere Mitglieder des Kirchenkreises für die Rumänienhilfe. Genannt werden sollen hier u.a. Gabriele und Dieter Lehmann, die Pfarrer Günther Schobert und Gerhard Gabriel, Superintendent Uwe Simon und Rosvitha Erhard.
Diesen zum Freund
gewordenen Partner schlugen die Verantwortlichen des Kirchenkreises Templin-Gransee zur
Ehrung für den Ehrenamtler des Jahres dem brandenburgischen Ministerpräsidenten vor. Bei
der Ehrung auf der MS Belvedere, an der auch das gesamte Landeskabinett
teilnahm, hatte Arnold Aescht auch die Gelegenheit mit Ministerpräsident Matthias
Platzeck zu sprechen, ihm einen Burzenland-Bildband zu überreichen, und ihn auch zu einem
Besuch nach Zeiden einzuladen. Aeschts Freunde vom Kirchenkreis ließen es sich nicht
nehmen nach der Ehrung in Blumenow eine kleine Feierstunde am Kamin für den durch
Platzeck Geehrten zu veranstalten. Eine kleine Überraschung wurde dem Zeidner Kurator
ferner durch Fürstenberger Kinder bereitet, die eine Geldspende für Zeiden
überreichten, die durch den Verkauf von Erdnüssen auf dem Weihnachtsmarkt von
Fürstenberg zusammengekommen war.
Die Märkische
Allgemeine titelte über die Ehrung von Arnold Aescht, dass aus Solidarität
Freundschaft wurde und Aescht die Ehrung stellvertretend für Helfer in Deutschland und
Siebenbürgen entgegengenommen hat. In einem Kommentar von Karsten Lewerenz schreibt das
Blatt ferner: Wichtiger als ein Orden ist dem 68-Jährigen, dass in Potsdam Menschen
wie er ausgezeichnet wurden. Menschen, die nicht nur ans eigene Wohl denken. Menschen, die
wie Arnold Aescht im arg gebeutelten Rumänien für die etwas tun, für die jede auch noch
so kleine Hilfe überlebenswichtig ist. Die Anerkennung ist für ihn daher mehr als nur
eine schöne Geste. Sie dient ihm, seinen Helfern in der Heimat und seinen Partnern und
Freunden aus dem Kirchenkreis Templin-Gransee als Ansporn. Als Ansporn keinesfalls
nachzulassen.
Die Zeidner Nachbarschaft in Deutschland gratuliert Arnold Aescht zu dieser Ehrung durch das Land Brandenburg. Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Nachbarschaft und Zeidner Kurator hat bisher auch diese Partnerschaft und Freundschaft zum Wohle unserer Landsleute in Zeiden Früchte tragen lassen. Diesen wünscht sich die Zeidner Nachbarschaft auch für die Zukunft. Die Zeidner Nachbarschaft dankt dem Kirchenkreis Templin-Gransee für die Unterstützung die die Kirchengemeinde Zeiden erfährt, für die sie eine der großen Wohltäter und Freund gleichermaßen geworden ist.
Rainer Lehni