- 2004 -- Münchner Zeidner trafen sich
2004 zum ersten Mal in Theatergaststätte
- 2005 -- Münchner Zeidner treffen sich zum zweiten Mal in
Theatergaststätte
- 2007 -- Regionaltreffen in München - wieder ein Musterfest
- 2008 -- Gute Stimmung auf dem Zeidner Münchner Sommerfest
Diese Treffen finden nun schon seit mehr als 50
Jahren statt. Anfangs von Otto Königes veranstaltet, übernahm Johannes Gross 1975 die
Stafette und gab diese 2003 an Hans Königes weiter.
- Otto Königes kümmerte sich bereits in den
ersten Nachkriegsjahren um die in der Fremde verstreuten Zeidnerinnen und Zeidner. Die
meisten von ihnen waren aus der Kriegsgefangenschaft oder aus den Lagern in Rußland,
wohin sie zur Zwangsarbeit verschleppt worden waren, hier gelandet. Königes
sammelte seine Landsleute und organisierte die ersten Zusammenkünfte. Er war
Mitbegründer der Zeidner Nachbarschaft .
- Johannes Gross kam 1974 nach Deutschland und fand
in München Wohnung, Arbeit und eine neue Heimat. Er kümmerte sich 28 Jahre lang um die
Zeidnerinnen und Zeidner in der Isarmetropole. Er organisierte die jährlichen Treffen mit
Begeisterung und setzte mit Ton- und Bildvorträgen Akzente.
- Hans Königes jun. lebt auch bereits seit Mitte
der 1970er Jahre in München. Er ist seit vielen Jahren der Chefredakteur des Zeidner
Grußes und hat sich für sein neues Amt als Münchner Nachbarvater viel vorgenommen. Als
erstes verschob er das Regionaltreffen der Münchner Zeidner von einem kühlen Herbstabend
in einem Saal in Aubing auf einen hoffentlich sonnigen Samstag Nachmittag auf "Gut
Nederling"... Aber sehen Sie selbst, wie das 2004er Treffen in München im Zeidner Gruß Nr. 96 auf Seite 25
angekündigt wurde. Hier ist nur die betreffende Stelle als Textauszug
zu finden.
Münchner Zeidner trafen sich 2004 zum ersten Mal in Theatergaststätte
Der neu gewählte Nachbarvater der Zeidner aus München und Umgebung, Hans Königes, lud zum ersten Mal seine "Nachbarn" zu einem Treffen ein. Mehr als 25 Jahre trafen sich die Zeidner im Herbst am Münchner Stadtrand in Aubing. Nun findet die Begegnung Anfang Juli in der Nähe des Westfriedhofs in der vor einigen Monaten neu eröffneten Theatergaststätte "Gut Nederling" statt.
Die Veränderung hat die Zeidner nicht
abgeschreckt: Im Gegenteil, fast 200 Besucher kamen zum diesjährigen Fest in die
Nederlingerstraße - so viele, wie schon seit Jahren nicht mehr. Ex-Nachbarvater Johannes
Groß äußerte bei seinem Abschied vor zwei Jahren die Hoffnung, dass es dem Neuen
gelingen möge, auch Jüngere zu erreichen. Dies scheint gelungen zu sein, denn es waren
doch einige Teilnehmer zwischen 35 und 45 Jahren, die das erste Mal zu den Münchner
Zeidnern kamen.
Bei schönem Wetter eröffnete die Münchner
Siebenbürger Blaskapelle unter der Leitung des Zeidner Dirigenten Werner Schullerus im
Hof der Gaststätte das Programm. Der Wirt hatte kurzfristig im Hof eine Bar sowie
Stehtische mit Sonnenschirmen aufgestellt, um das Ganze gemütlich zu gestalten. Wunsch
des Veranstalters war es, dass sich die Zeidner wie in früheren Zeiten wie im Kulturhaus
oder im Hochzeitssaal fühlten (Bild)
- mit einer Mischung aus Unterhaltung, Blasmusik, Kino, Theater und Tanz.
Die Blasmusik gestaltete den
Nachmittag. Danach folgte eine halbstündige Filmzusammenfassung des großen Zeidner
Treffens vom vorigen Jahr in Ludwigsburg. Gert Liess hatte aus einem mehrstündigen
Filmmaterial die Höhepunkte des Treffens zusammen geschnitten. Am Abend präsentierten
Netti Königes und Renate Kaiser einen halbstündigen Sketch (Bild)
im siebenbürgischen Hochdeutsch, der kein Auge trocken ließ. Neben bekannten
Redewendungen wie "auf die Seite gehen" und "sie hat sich unten stutzen
lassen" wurden eine Reihe typisch Zeidner Situationen nachgespielt, die das Publikum
immer wieder mit Beifall (Bild)
belohnte. Den Abend gestaltete dann Lorant Aescht, der es mit seiner Musik immer wieder
schaffte, den Geschmack aller Generationen zu treffen. Das I-Tüpfelchen bildeten zum
Abendessen die "mici". Der Wirt (ein echter Bayer) ließ es sich nicht nehmen,
zum Siebenbürger Metzger in die Auenstraße zu fahren und die Gäste mit einer
Spezialität aus unserer Region zu überraschen.
Der gastgebende Nachbarvater war froh über die gelungene Premiere auf Gut Nederling und hofft, dass ihm die Landsleute die Treue halten und auch nächsten Sommer Anfang Juli wieder kommen. Der Termin ist dann der 2. Juli 2005.
Hans Königes
Münchner Zeidner treffen sich zum zweiten Mal in Theatergaststätte
Bis auf den letzten Platz war die Theatergaststätte
Gut Nederling gefüllt. Der Anlaß: Zum zweiten Mal trafen sich Anfang Juli
die Zeidner/Innen aus München und Umgebung in dieser schönen Gaststätte mit Biergarten
im Westen von München.
Nach Auskunft des Wirtes sollen es mindestens 220 Gäste
gewesen sein. Was den Regionalnachbarvater Hans Königes besonders freute: die Grenzen der
Münchner Nachbarschaft weiten sich von Jahr zu Jahr aus, denn immerhin kamen Besucher
auch aus dem bayerischen Ausland aus Hessen und Baden-Württemberg. Ebenso
erfreulich: die mittlere Generation der 40-bis 50-Jährigen, aber auch die Jüngeren waren
gut vertreten.
Garant für eine gut besuchte Zeidner Veranstaltung ist immer die Blasmusik, die das Treffen im Garten der Gaststätte am frühen Nachmittag eröffnete. Mittags hatte es noch heftig geregnet und auch eine halbe Stunde vor Beginn war noch unklar, ob die Blasmusik im Saal oder im Freien spielen wird. Aber pünktlich zum Start verdrängte die Sonne alle dunklen Wolken und es konnte draußen losgehen. Zwischen Stehtischen, Sonnenschirmen, vielen Blumenkästen und Bierbänken lauschten die Besucher den Klängen des Blasorchesters unter der Leitung des Dirigenten Brunolf Kaufmann. Applaus erntete der Regionalnachbarvater, als er die älteste Teilnehmerin, die 92-jährige Anna Popa, auf die Tanzfläche, also auf das Pflaster des Gartens führte und mit ihr eine Runde tanzte.
Die Blasmusik spielte zunächst über
eine Stunde im Garten von Gut Nederling, um anschließend auch im Saal nochmals eine
Stunde die Gäste zu unterhalten. Netti Königes wünschte danach allen im Saal auf
unterhaltsame Weise einen guten Appetit zum Abendessen, in dem sie eine kulinarische
Kriminalgeschichte über die Entstehung des Filets Stroganoff erzählte. Das stand zwar
auf der Speisekarte, aber Favorit waren eindeutig die mititei. Wie auch im Vorjahr fuhr
der Wirt in die Auenstraße zum stadtbekannten siebenbürgischen Metzger Binder, um dort
die Einkäufe für die Speisekarte zu besorgen zumindest was die Würste betrifft.
Denn neben den mititei, servierten die Kellner auch Bratwürste, und zum Kaffee gab es
Creme-Schnitten.
Nach dem Abendessen folgte eine halbstündige Filmzusammenfassung über
die zweite Zeidner Begegnung in Zeiden im vergangenen Sommer - eine unvergessliche und
beeindruckende Veranstaltung mit über 400 Teilnehmern. Horst Wenzel hatte aus einem
mehrstündigen Filmmaterial die Höhepunkte des Treffens zusammen geschnitten. Am Abend
präsentierten dann Netti Königes und Renate Kaiser den zweiten Teil eines halbstündigen
Sketches in siebenbürgisch-sächsischem Hochdeutsch. Nach dem Erfolg des
ersten Teils, den die beiden vor einem Jahr auf der Bühne des Gutes
vorstellten, erhielten sie noch so viele Anregungen und Ideen, dass sie sich mehrmals zu
einem kreativen Frühstück trafen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn immer
wieder wurden die Dialoge durch Applaus unterbrochen. Etwa, wenn die Gesundheitssysteme
verglichen wurden: Die Ärzte in Romänien waren sowieso viel besser, kaum hast du
geschmiert, schon haben sie dich verstanden. Oder wenn es um die gesunde Ernährung
ging: Ich kann doch meinen Enkelchern ja nicht nur dieses schwarze Brot geben, bei
uns haben das die Schweine gefressen und jetzt soll es auf einmal so gesund sein.
Den Abend gestaltete dann Lorant Aescht, der es mit seiner
Musik immer wieder schaffte, den Geschmack aller Generationen zu treffen - von alten
Schlagern bis hin zu moderner Tanzmusik hatte er alles im Repertoire. Der gastgebende
Nachbarvater war froh über den sehr guten Besuch seiner Landsleute auf Gut Nederling
auch die eingegangenen Spenden konnten sich sehen lassen. 622 Euro spendeten die
Besucher, die Ausgaben beliefen sich auf 490 Euro, was für die Musik und die Technik
ging. Das kleine Plus gilt als Reserve für das nächste Treffen, beim ersten gab es
nämlich wegen der höheren Kosten ein kleines Minus in der Kasse.
Der Regionalnachbarvater hofft, dass die Zeidner ihm die Treue halten und auch übernächsten Sommer Anfang Juli wieder kommen. Das Jahr Unterbrechung hängt damit zusammen, dass im Juni 2006 das große Treffen in Friedrichroda stattfindet.
Hans Königes
Regionaltreffen in München - wieder ein Musterfest
Petrus muss ein Zeidner sein. Wie schon bei
den beiden vorausgegangenen Regionaltreffen in München schob er auch diesmal wieder
pünktlich zum Auftakt die Wolken beiseite, damit die Sonne einen Platz in der ersten
Reihe hatte, als die Zeidner Blasmusik aufspielte. Ab 15:30 Uhr erfüllte der vertraute
Klang der Burzenländer Blechbläser den Biergarten von Gut Nederling im Münchner Westen,
in dem sich bereits etliche Landsleute eingefunden hatten.
Im
Laufe des Nachmittags kamen immer mehr dazu und vertrieben die ursprünglichen Bedenken
von Regionalnachbarvater Hans Königes, dass viele am 7.7.2007 einem begehrten
Hochzeitsdatum verhindert sein könnten. Rund 250 Teilnehmer füllten schließlich
den Theatersaal des Gutes, so viele wie noch nie. Eine Einlage der
Siebenbürgisch-sächsischen Jugendtanzgruppe München rundete das Programm unter freiem
Himmel ab. Das Publikum beklatschte begeistert die beiden in der Reussmarkter Tracht
vorgetragenen Volkstänze und forderte sogar eine Zugabe. Nur mit Mühe konnte Netti
Königes die Gäste anschließend überreden, in den Saal umzusiedeln.
Drinnen
spielten diesmal vor dionysischer Theaterkulisse zunächst die Musikanten
auf. Hans Königes hieß sodann die Gäste herzlich willkommen. Sogar aus Duisburg und dem
Schwarzwald waren Zeidner angereist, wobei Baden-Württemberg mittlerw
eile ohnehin schon
fast zum Münchner Einzugsgebiet zählt. Nachbarvater Udo
Buhn schloss sich den Grußworten von Hans an. Eine schöne Feier wünschte auch die
Vorsitzende der Münchner Kreisgruppe, Heidemarie Weber. Passend zum Beginn der Ferienzeit
philosophierte Franz Buhn in Gedichtform über die Reisegewohnheiten der Deutschen. Hans
Wenzel ließ mit Mundartgedichten die Zeidner in ihrer Muttersprache schwelgen. Eines von
Michael Königes hatte er selbst gekonnt vom Hochdeutschen ins Zeidnerische übertragen.
Ein Schmankerl der besonderen Art bot die Siebenbürgisch-sächsische
Jugendtanzgruppe: Mit Salsa und karibischem Flair verlieh sie der Feier kurzzeitig eine
südländisch-sinnenfrohe Note. Zum ersten Mal konnten die jungen Tänzer auf einer
Veranstaltung die ganze Palette ihres Könnens zeigen, da sie von Kreisgruppen entweder
nur für die sächsischen Tänze gebucht werden oder aber zur Faschingszeit
ausschließlich ihr lateinamerikanisches Repertoire aufführen.
Nach
all den kulturellen Genüssen stand manchem bald der Sinn nach kulinarischen Freuden. Und
auch in dieser Hinsicht kamen die Gäste auf ihre Kosten: Der Wirt von Gut Nederling
verwöhnte wieder mit Doboschtorte und Mici. Er hatte allerdings den Mici-Hunger der
Zeidner etwas unterschätzt: Die begehrten Fleischröllchen waren bald aus. Ob der
rittlings auf einer Schildkröte sitzende Dionysos auf der Bühne in einem unbeobachteten
Augenblick heimlich in
die
Küche geschlichen war, um sich einige Dutzend davon schmecken zu lassen? Seine
Leibesfülle und der zufriedene Gesichtsausdruck jedenfalls wiesen ihn als eingefleischten
Mici-Esser aus.
Den Tanzabend gestaltete schließlich Brunolf Kauffmann, der für jeden etwas in petto hatte und die gute Stimmung bis weit in den Abend hineintrug. Davon konnten alle reichlich mit nach Hause tragen, um bis zum nächsten Wiedersehen bei der Adventsfeier am 15. Dezember davon zu zehren.
Harda Kuwer-Ferstl
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Gute Stimmung auf dem Zeidner Münchner Sommerfest
Was wäre unser Münchner Zeidner Sommerfest ohne Sonne und vor allem ohne Blasmusik? Die Musikanten haben den zum Teil weiten Weg auf sich genommen, um uns hier ein paar Stunden „Heimat“ zu bescheren.
Wir freuten uns über die vielen vertrauten Gesichter, waren überrascht, über lang vermisste gute Bekannte… und unterhielten uns, im Hof vom Theatergut Nederling bei Kaffee, Doboschtorte oder Bier, während die Musikanten fleißig spielten. Reichlich Applaus ernteten die vier Paare der Münchner Jugendtanzgruppe, die in ihren malerischen Trachten drei Volkstänze aufführten.
Fünf Uhr nachmittags gingen wir in den Saal: weiße Tische, blaue und rote Servietten und Programme, die Johannes Gross ansprechend gestaltete. Die Musikanten nahmen auf der Bühne Platz und Regionalnachbarvater Hans Königes begrüßte locker und humorvoll alle Zeidner und deren Freunde wie auch unsere Ehrengäste. Die Vorsitzende der Landesgruppe Bayern, Frau Herta Daniel und Vorsitzende der Kreisgruppe München, Frau Heidemarie Weber, überbrachten Grußworte und äußerten sich zur Bedeutung solcher Feste. Auch fielen lobende Worte über die Arbeit unserer Nachbarschaft. Nachbarvater Udo Buhn informierte über die Situation in Zeiden, die bevorstehende Wahl eines neuen Pfarrers (es ist noch keiner in Sicht) und die Einrichtung eines Gästehauses im Pfarrhaus. Auch berichtete er von der Arbeit des Vorstandes und über das anstehende große Treffen in Friedrichroda, das nächstes Jahr vom 11. bis 14. Juni stattfinden wird. Er erwähnte die zweisprachige Zeidner Kurzchronik (deutsch und rumänisch), die unsere Geschichte hoffentlich vielen Lesern näherbringt. Hans Königes wies auf die Zeidner Homepage hin, die stets aktuell über unseren Heimatort und die Nachbarschaft berichtet.
Franz Buhn trug zwei kritisch-ironische Geschichten vor – aus eigener Werkstatt; und Hans Wenzel erzählte in der „Weltsprache“ Zeidnerisch, aus seinen Erinnerungen über die Zeit auf dem „Benkeltschen“, dem „Zittersamstag“ und der Konfirmation. Zwischendurch spielte immer wieder unsere bewährte Blasmusik.

Und dann Can-Can!! Eine seltene Tanzaufführung bei unseren eher konservativ gestalteten Treffen. Sechs Mädchen der siebenbürgischen Jugendtanzgruppe München hatten es gewagt, den ach so verruchten Tanz aufzuführen zur Freude der Zuschauer – besonders der männlichen. Die Überraschung war gelungen!
Wir aßen „mici“, erzählten nach dem Motto „Weißt du noch?“ und schon war`s halb neun abends. Ab diesem Zeitpunkt sorgte Brunolf Kauffmann für Tanzmusik. Wieder einmal bewies er sein breitgefächertes Können. Erst gegen Mitternacht verließen dann auch die letzten der rund 230 Gäste das schöne Gut Nederling. Das sogar Zeidner aus Baden-Württemberg, Nordrhein Westfalen und Niedersachsen dabei waren,beweist dass sich die Qualität unseres Münchner Zeidner Sommerfestes weit über die bayerische Landesgrenze hinaus herumgesprochen hat. Und das sicher hauptsächlich weil Netti und Hans es so perfekt und abwechslungsreich, mit Neuem und Altbewährtem vorbereiten. Dank an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben.
Wir freuen uns schon aufs nächste Mal.
Renate Kaiser, München